{"id":2,"date":"2025-04-16T09:35:29","date_gmt":"2025-04-16T09:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/2025.doktagung.de\/?page_id=2"},"modified":"2025-05-23T08:08:37","modified_gmt":"2025-05-23T08:08:37","slug":"sample-page","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/2025.doktagung.de\/?page_id=2","title":{"rendered":"Call for Papers"},"content":{"rendered":"\n<p>Call for Papers zur 19. Doktorand*innentagung der DGEKW<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Datum: 9. \u2013 10. Juli 2025 <\/p>\n\n\n\n<p>Ort: Graduate Centre, Geb. C9., Universit\u00e4t des Saarlandes<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Gegenwart ist gepr\u00e4gt von tiefgreifenden Umbr\u00fcchen und einem steten Wandel, der nicht nur vermeintlich traditionelle Lebensentw\u00fcrfe, sondern auch gesellschaftliche Strukturen in Bewegung versetzt. In diesem Kontext spricht Zygmunt Bauman von der \u201eliquid modernity\u201c (2000) \u2013 einer fl\u00fcchtigen oder fluiden Moderne, in der feststehende Institutionen und lange unver\u00e4nderbar erscheinende Rahmenbedingungen zunehmend an Stabilit\u00e4t verlieren, w\u00e4hrend Gleichzeitigkeiten und Unsicherheiten dominieren. Diese Moderne stellt nicht nur soziale Ordnungen in Frage, sondern auch die wissenschaftlichen Disziplinen vor die Herausforderung, wie sie der Komplexit\u00e4t unserer Zeit ad\u00e4quat begegnen.<br>In einer von Schnelllebigkeit gepr\u00e4gten Gesellschaft existieren sicher geglaubte Fixpunkte nicht mehr oder m\u00fcssen neu verhandelt werden. Auf allen Ebenen und in s\u00e4mtlichen Bereichen der Gesellschaft sind lange Zeit g\u00fcltige Vorstellungen inzwischen \u00fcberholt, analog l\u00e4sst sich ein Backlash beobachten, was insbesondere personelle und politische Setzungen angeht. Einge\u00fcbte Kategorien, Fragestellungen und Methoden sind vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu \u00fcberdenken. Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown pl\u00e4diert an dieser Stelle jedoch weniger f\u00fcr ein \u201cUmdenken\u201d als vielmehr f\u00fcr ein \u201eNeudenken\u201c von Theorien und Ideen, die kritisch reflektiert und in die Gegenwart \u00fcbersetzt werden (Brown 2023: 11-13).<br>In den empirischen Kulturwissenschaften bietet die Kulturanalyse eine Perspektive, um das Prozesshafte zu adressieren. Die Kulturanalyse versteht sich als erkenntnistheoretischer Ansatz, der eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge er\u00f6ffnet und verschiedenartige Aspekte zusammendenken l\u00e4sst, daran ankn\u00fcpfend wird Forschung mit theoretischer Reflexion verbunden und Ph\u00e4nomene geraten nicht nur an der Oberfl\u00e4che, sondern mit den Dynamiken ihres Zustandekommens in den Blick. Gesellschaftliche Wirklichkeit soll in ihrer Bedingtheit greifbar gemacht werden \u2013 ein Anliegen, das in der empirischen Kulturwissenschaft zentral verankert ist (Vgl. u.a. Lindner 2003; Schmidt-Lauber 2001; Bourdieu\/Wacquant 1996).<br>Diese Tagung richtet sich an Doktorandinnen, die daran interessiert sind, ihre Forschungen zu historischen wie zu gegenwartsbezogenen Themen vorzustellen und im Sinne einer Kulturanalyse ganzheitlich zu denken. Dabei soll auch der gesellschaftliche Beitrag der empirischen Kulturwissenschaft eine zentrale Rolle spielen: Was k\u00f6nnen wir als Wissenschaftlerinnen zum tieferen Verst\u00e4ndnis und zur kritischen Reflexion gesellschaftlicher Prozesse beitragen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6gliche Themenbereiche und Fragestellungen<\/strong><br>Eingeladen sind Beitr\u00e4ge, die aus der eigenen empirischen, historisch-archivalischen Forschung oder erkenntnistheoretischen \u00dcberlegungen zu gesellschaftlichen Ph\u00e4nomenen und Prozessen berichten \u2013 auch Reflexionen zu kulturtheoretischen Herausforderungen oder m\u00f6glichen neuen Fragestellungen zur Erforschung einer komplexen Vergangenheit und Gegenwart sind willkommen. Gegenstand der Pr\u00e4sentationen k\u00f6nnen Herausforderungen unserer Zeit \u2013 von der digitalen Transformation \u00fcber \u00f6kologische Krisen bis hin zu neuen Formen sozialer Ungleichheit \u2013 sein, ebenso sind Projekte von Interesse, die aus einer historischen Perspektive auf herausfordernde Konstellationen blicken. Neben klassischen<br>Vortragsformaten ist es auch m\u00f6glich, Workshops, methodische \u00dcbungen und andere experimentelle Formen der Wissensvermittlung einzureichen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einreichung und Teilnahme<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Sendet Eure Vorschl\u00e4ge (ca. 300 W\u00f6rter) f\u00fcr etwa 30-min\u00fctige Beitr\u00e4ge (ca. 300 W\u00f6rter) zusammen mit einem Kurz-CV bis zum 30.04.2025 an leonie.mueller@uni-saarland.de Die Teilnahme erfolgt kostenfrei. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an leonie.mueller@uni-saarland.de.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns auf inspirierende Beitr\u00e4ge, angeregte Diskussionen und einen kreativen Austausch, der dazu beitr\u00e4gt, das Potenzial der Empirischen Kulturwissenschaft als gesellschaftskritische und ganzheitlich denkende Disziplin weiter zu entfalten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Call for Papers zur 19. Doktorand*innentagung der DGEKW Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive. Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart Datum: 9. \u2013 10. Juli 2025 Ort: Graduate Centre, Geb. C9., Universit\u00e4t des Saarlandes Unsere Gegenwart ist gepr\u00e4gt von tiefgreifenden Umbr\u00fcchen und einem steten Wandel, der nicht nur vermeintlich traditionelle Lebensentw\u00fcrfe, sondern auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32,"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions\/32"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2025.doktagung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}